UniDive e.V.

Tauch- und Apnoeclub

   Tübingen

NullZeit

Am Freitagabend fanden sich elf naive einsterne Anwerter:innen am Tübinger Geräteraum zusammen um ihre lang ersehnte Tauchausfahrt anzutreten. Doch zunächst standen sie vor mehreren Herausvorderungen: das halbe Inventar des UniDive Gerätekellers war in einen neunsitzigen Mercedes Sprinter Bus zu laden, dessen Kofferaum für einige der Anwesenden größer in Erinnerung geblieben war. Der Frage, wie die persönlichen Gegenstände (2,7 Taschen pro Person) unterzubringen wären, durfte zunächst nicht all zu viel mentale Kapazität gegeben werden - Hauptsache der Hummer (Kim Junior), das Maskottchen der Gruppe fand sich rechtzeitig auf seinem Platz vor der Windschutzscheibe des Busses ein. Und Golo sei Dank, waren der Kühlschrank und die Biertischganituren kein Thema meer. Die logistischen Skills der BubbelBuddies sorgten schließlich für einen erfolgreichen Abschluss dieser ersten Challenge. Da dieser Text nun sowieso schon zu lang ist, berichten wir nicht von Regler-Gate, Pavillionzubehör und weiteren spontanen Spaßigkeiten.

Wie wir alles auf die Reihe bekommen haben? In NullZeit!

Hummer delivered

6:47 Uhr, 1,5 h vor Sveta Marina: "@Bus: Geht ihr noch einkaufen oder brettert ihr durch" - Die Antwort auf Martins Frage ist simpel und lautet natürlich: Wir wollen ans Meer! 
Nach einer sehr reibungslosen Fahrt (gut, das gilt nur für die Busfahrenden, während unser Begleitfahrzeug, das ein paar Stunden später losgefahren ist, ganz andere Geschichten zu berichten hat...) erreichten wir also Sveta Marina :)

 

Den Vormittag über wurde erneut unser organisatorisches und logististisches Können gefordert: Tauchausrüstung verladen, Pavillions aufbauen (übrigens eine astreine Teambuilding-Maßnahme), eigene Zelte aufbauen und Einkaufen für drei Tage und durchschnittlich 30,33 Personen - alles machbar, auch mit wenig Schlaf.

Nachmittags konnten wir dann endlich das wunderschöne, einladende, eiskalte Wasser antesten und Schnorcheln gehen. Und dieser Erkundungstrip hatte direkt einige Highlights zu bieten: Neben Seesternen, Seegurken und (sehr süßen) Schleimfischen wurde sogar eine gigantische Lungenqualle gespottet.

Nach der Tauchbasis-Einweisung stand das erste gemeinsame Abendessen an und Ida und Annika meisterten die Herausforderung, Curry für eine große Anzahl an Personen (Schätzungen ließen Werte zwischen 20 und 35 vermuten) zu kochen, grandios. 

Von Sternen, Gurken und Pferdchen

9:00 Uhr Briefing, 10:00 Breathing - nun hieß es endlich abtauchen. DoubleBubbel in eins zu eins Betreuung. Hier braucht es bleierne Nerven - vor allem bei den Ausbildern: Allein das Ausgleichen des Auftriebs sorgte dafür, dass Kim noch vor Mittag ihre 10 000 Schritte hatte. Wir können abtauchen! - und die wunderschönen Unterwasserwelt bestaunen.  Hier gibt es so viel zu entdecken: Seeigel, die sich mit Steinen und Muscheln bedecken und sich so gegen Fressfeinde tarnen, Seesterne, die mit ihren Füßchen alles im Auge behalten, die flinken Einsiedlerkrebse in ihren mobilen Häußchen, und natürlich die gigantische Seegurkenplantage. 
Nachmittags Seightseeing mit Start in der Hausbucht, rechts oder links entlang der Wand ging es nun auch ein bisschen tiefer für uns. Holzfrack, Oktopus, Drachenkopf oder Knurhahn - hier haben die verschiedenen Buddyteams ganz unterschiedliches entdecken können. 

Ein voller Tag mit vielen schönen Eindrücken wurde erfolgreich zuendegebracht.